Meine Yoga-Philosophie
Für mich hat starke Yogapraxis wenig mit Kraftakt zu tun, sondern viel mit echtem Ankommen im eigenen Körper. Ich unterrichte achtsam und anatomisch fundiert, mit dem Ziel, dich aus dem Autopilot-Modus des Alltags herauszuholen und zurück in dein Körpergefühl zu bringen. Daraus entsteht das, was ich „sanfte Stärke" nenne: ein Zustand, der dich körperlich stabilisiert, emotional sortiert und der spürbar bleibt, auch wenn du das Studio längst wieder verlassen hast.
Sanfte Stärke in Bewegung
Raus aus dem Kopf, rein in den Körper
Im Alltag laufen wir oft auf Autopilot. Der Kopf rattert, die To-Do-Listen sind lang, die Reizüberflutung ist permanent. Ich kenne das aus eigener Erfahrung, aus einem vollgepackten Kalender und dem Gefühl, nie wirklich fertig zu werden.
Yoga ist für mich die Möglichkeit, das Tempo bewusst rauszunehmen. Den Montagsschreibtisch oder den Mami-Stress physisch abzuschütteln. Durch die Verbindung von Bewegung und Atmung entsteht ein Raum, in dem das Nervensystem herunterfahren darf, ganz ohne Leistungsanspruch.
Mal ist meine Praxis kraftvoll und dynamisch. Mal ruhig und tief im Yin. Das Ziel bleibt gleich: den mentalen Lärm leiser drehen und den eigenen Körper wieder bewusst wahrnehmen.
Der Körper im Mittelpunkt
Jeder Körper ist einzigartig gebaut. Deshalb sollte sich die Yogapraxis dem Menschen anpassen und niemals umgekehrt. Mir ist ein sicheres, anatomisch sinnvolles Alignment wichtig, das deinen individuellen Körperbau respektiert. Ich teile gerne einfache, funktionale Übungen mit dir, die du unkompliziert in deinen Alltag integrieren kannst, gegen Verspannungen, Rückenschmerzen oder akute Überforderung.
Du kommst einfach so, wie du bist.
Achtsame Praxis statt Leistungsdenken
In meinen Kursen gibt es keinen Performance-Druck. Ich ermutige dich nicht dazu, Haltungen perfekt nachzuturnen, sondern genau hinzuspüren, was dir gut tut. Ich freue mich jedes Mal, wenn jemand auf der Matte wirklich bei sich ankommt, sei es in einer kraftvollen Peak Pose oder für eine halbe Stunde in der Haltung des Kindes.
Denn Yoga hat für mich nichts mit Leistung zu tun. Wenn du auf deinen Körper hörst und dir eine Pause gönnst, ist es aus meiner Sicht die stärkste Yoga-Praxis.
Mein Weg zum Yoga
Ich bin nicht über ein schickes Yogastudio zu Yoga gekommen. Keine Klangschalen, keine Meditationskissen, kein bewusster Lifestyle-Entscheid.
Es war ein 7:30-Uhr-Kurs im Fitnessstudio. Direkt vor einem fordernden Bürojob. Ich bin da mehr oder weniger reingestolpert und habe gemerkt, dass es mir gut tut. Nicht ein bisschen. Richtig gut.
Das war 2016. Nach ein paar Monaten habe ich recht spontan entschieden, die Yoga-Grundausbildung zu machen. Nicht weil ich vorhatte zu unterrichten, sondern weil ich verstehen wollte, was da mit mir passiert. Was Yoga eigentlich macht. Mit dem Körper, mit dem Nervensystem, mit mir.
Und dann habe ich direkt danach angefangen zu unterrichten.
Erst Vertretungen, noch parallel zum Bürojob, und ich habe gemerkt: Das Weitergeben macht mir mindestens genauso viel Freude wie die eigene Praxis. Später kamen feste Kinderyoga-Stunden dazu. Weil Kinder auf der Matte einfach noch ehrlicher sind als wir Erwachsenen. Weil man dort sieht, was Yoga wirklich ist, wenn man alle Erwartungen weglässt.
Ich hätte mir das damals nicht träumen lassen.
Irgendwann war klar, dass ich dem vollständig folgen will. Heute bin ich als Yogalehrerin selbstständig und lebe von dem, was mich wirklich bewegt: Körperarbeit. Der menschliche Körper fasziniert mich zutiefst. Was er trägt, was er speichert, was er kann, wenn man anfängt, ihm zuzuhören. Ich halte ihn für ein reines Wunderwerk. Und genau das versuche ich in jede Stunde mitzubringen.
Mein Ausbildungsweg
2017: Grundausbildung (200h) im Flying Yogi — Vinyasa Flow, Yin Yoga, Aerial Yoga und Music-Flows. Was als Wunsch begann, meine eigene Praxis zu vertiefen, wurde zum Startpunkt einer permanenten Lernreise.
Yin Yoga Weiterbildung bei Jule Rathjens — Hier habe ich meinen Zugang zu tiefer Regeneration, Stille und dem bewussten Loslassen auf körperlicher und mentaler Ebene vertieft.
Kinderyogalehrerin bei Farina Naja Schnell — Eine Ausbildung, die mir gezeigt hat, wie spielerisch, kreativ und gleichzeitig stabilisierend Yoga für Kinder sein kann.
Schwangerenyoga bei Leena Hasenfuß — Ein Bereich, der mir besonders am Herzen liegt. Schwangerenyoga ist bei mir kein esoterischer Kuschelkurs, sondern die mentale und körperliche Erstausstattung für die Geburt. Es geht darum, trotz aller Veränderungen Vertrauen und reale körperliche Kraft zu finden.
Postnatal Yoga bei Jennifer Mattes — Die logische Fortsetzung. Weil die Zeit nach der Geburt mindestens genauso viel Aufmerksamkeit verdient wie die Zeit davor.
Schwangeren- & Postnatalyoga
Schwangerenyoga wollte ich schon lange unterrichten. Ich habe bewusst gewartet mit der Ausbildung und dem Unterrichten.
Ich wollte erst selbst schwanger gewesen sein, bevor ich Frauen in dieser Phase begleite. Nicht weil es eine Voraussetzung ist, sondern weil ich es mir selbst so entschieden hatte. Ich wollte wissen, wie es sich anfühlt. Von innen.
Und dann habe ich es erlebt. Und ich habe meinen Körper in dieser Zeit noch einmal völlig neu kennengelernt. Was er trägt. Was er leistet. Was er einfach weiß, ohne dass man ihm etwas erklären muss. Der Respekt, den ich seitdem vor ihm habe, ist noch einmal ein ganz anderer geworden.
Genau das möchte ich weitergeben.
Dein Körper erschafft gerade ein neues Leben. Er weiß, was er tut. Meine Aufgabe ist es, dich dabei zu stabilisieren, dein Vertrauen in diesen sich wandelnden Körper zu stärken, damit du in deiner Kraft bleibst und diese Zeit als das erlebst, was sie ist: etwas ziemlich Magisches.
Die Postnatal-Ausbildung war die logische Fortsetzung davon. Weil der Abschluss der Schwangerschaft nicht das Ende der Geschichte ist, sondern der Beginn von etwas Neuem. Weil Frauen auch danach jemanden verdienen, der sie wirklich begleitet. Durch die Schwangerschaft, durch die Geburt und in die neue Welt danach, als echter Bogen durch eine der intensivsten Phasen, die ein Körper jemals durchläuft.
Aromayoga
Auch das war kein Plan. Auf einer Yogakonferenz wollte ich in eine bestimmte Session. Die war voll. Also bin ich in die daneben, eine Yin-Klasse mit ätherischen Ölen. Nicht so mein Thema, dachte ich. Ich war zu dem Zeitpunkt schon Yin Yoga Lehrerin.
Und dann hat mich diese Stunde umgehauen.
Nicht weil irgendjemand etwas versprochen hat. Sondern weil ich etwas gespürt habe, das ich so noch nicht kannte: tief geerdet im Körper und gleichzeitig vollkommen präsent im Kopf. Beides auf einmal. Ich bin direkt in den Folgeworkshop gegangen, habe mir meine eigene Duftessenz gemischt und diese kleine Flasche danach wie einen Talisman mit mir getragen.
Gekauft habe ich die Öle trotzdem lange nicht.
Sie schienen mir zu teuer. Und ehrlich gesagt: Das Wort „ätherisch“ war in meinem Kopf immer noch viel zu nah an „esoterisch“. Ich habe jahrelang andere Duftöle ausprobiert. Günstigere, bekanntere, buntere Fläschchen. Aber nichts kam auch nur annähernd an das heran, was ich auf dieser Konferenz gespürt hatte. Heute weiß ich, warum.
Heute meine emotionalen Anker im Alltag
Vor anderthalb Jahren sind sie mir wieder begegnet, und seitdem sind sie aus meinem Alltag nicht mehr wegzudenken. Als emotionale Anker für mich selbst. Und als fester Bestandteil meiner Klassen und Specials, im Aromayoga.
Ich arbeite mit dōTERRA, und ich bin dort inzwischen auch Vertriebspartnerin. Was mich überzeugt hat, war am Ende ganz simpel: Reinheit und Qualität machen einen Unterschied, den man spürt. Mein System reagiert anders auf diese Öle als auf alles, was ich vorher ausprobiert hatte. Das war und ist das einzige Argument, das für mich zählt.
Ehrenamt für Yoga für Alle e.V.
Ich engagiere mich ehrenamtlich für den Verein Yoga für Alle e.V. und das Programm YOGAHILFT, in der Vereinsorganisation, damit Menschen in herausfordernden Lebenslagen einen niedrigschwelligen, sicheren Zugang zu Yoga bekommen.
Ich weiß, dass nicht jede an meinen Kursen teilnehmen kann. Yoga ist teuer, Ottensen ist ein Trendviertel, und ich will das nicht kleinreden. Dieses Engagement ist mein Versuch, das zumindest ein Stück weit auszugleichen.
Im Rahmen dieses Ehrenamts habe ich zwei für mich prägende Weiterbildungen absolviert:
Traumasensibles Yoga bei Nicole Witthoefft und OMY! Yoga für Menschen 60plus bei Stephanie Brauch.
Beide Fortbildungen haben meinen Blick geschärft: für Sicherheit, für die feinen Nuancen des Nervensystems und für die Notwendigkeit, Menschen genau dort zu begegnen, wo sie gerade stehen.
Lernende und Lehrende
Ich bin meinen Lehrer*innen zutiefst dankbar für ihr Wissen, das meinen Unterricht bis heute prägt. Für mich ist es eine tiefe Freude, selbst immer wieder als Schülerin auf die Matte zu gehen. Neue Perspektiven und wissenschaftliche Erkenntnisse nähren meine eigene Praxis, so bleibe ich gleichzeitig Lernende und Lehrende.
Und ich erinnere mich immer wieder an die 7:30-Uhr-Version von mir, die einfach reingestolpert ist. Die nicht wusste, was Yoga ist. Die es auch gar nicht wissen musste.
Du musst das auch nicht.
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